Von 16. bis 17. Jänner 2008 fand speziell für uns Schüler der 4. Klasse im Zweig Marketing – Journalismus –Medien das Seminar mit dem Titel „Videofilmen wie ein Profi“ statt.In der nähe Hargelsberg gelegenen Hartlauer Akademie führten uns Andreas Stiedl und Volker Ondrejka in die Welt des Filmens.
Bereits der erste Tag begann mit vielen Informationen rund um die richtige Kameraführung und perfekten Bildeinstellungen. So erklärte uns Herr Stiedl zum Beispiel, dass das zoomen die Qualität eines Filmes drastisch mildert. Stattdessen sollen Einstellungen wie eine Halbtotale (etwa bei der Annäherung zweier Personen) oder etwa die Nahaufnahme verwendet werden. Mit dem letzteren können Gemütszustände oder Blicke sehr gut eingefangen werden. So wird diese Kameraeinstellung auch bei Interviews verwendet. Zum späteren schneiden widerum sind extreme Großaufnahmen sehr wichtig.
Nach einem kurzen Brainstorming am Vormittag, begannen wir nachmittags mit dem Filmen. Der Kurzfilm meiner Gruppe zum Thema „get connected“, handelt von einem Mädchen, das versucht neue Kontakte zu knüpfen und von der neuen ignoranten Welt, voll von modernen Kommunikationsmitteln und Egoismus genervt ist. So wird sie am Beginn des Spots gleich von einer Passantin gerempelt, was ihre Meinung nur noch mehr prägt. An einer Stiege angekommen, wo ein paar junge Leute mit sich selbst beschäftigt sind, erhofft sie sich mehr Kommunikationserfolg. Doch bereits der erste Versuch scheitert. Sie möchte mit einem Mp3 hörenden Jungen Kontakt aufnehmen, dieser wimmelt sie jedoch nur genervt ab. Auch das Mädchen ist sehr verwundert, über dessen Reaktion und so sieht sie ein paar Stufen oberhalb ihre nächste Chance. Doch auch die sich gerade schminkende Junge Frau wendet sich von ihr ab. Ein letztes Mal versucht sie es noch bei einem mit ihrem Handy beschäftigten Fräulein. Doch auch dieser kontaktfreudige Versuch scheitert. Traurig schlendert sie die letzten Stufen hinauf und versteht diese neue Welt nicht mehr. Da entdeckt sie neben sich eine Steinfigur, notgedrungen beginnt sie mit dieser ein Gespräch. Schlussendlich noch der Slogan „get connected – bevor Kommunkation versteinert“.
Auch wenn das Drehen am Beginn von Komplikationen geprägt war, so mussten wir etwa das ganze noch ein zweites Mal drehen, weil beim ersten Mal die Einstellungen nicht richtig passten bzw., obwohl vorher strengstens verboten wurde, gezoomt wurde. Außerdem war es sehr schwierig alle Darsteller immer zur selben Zeit am Drehort zu haben, da natürlich jeder selbst auch mit seinen eigenen Filmen beschäftigt war. Doch mit der Hilfe von Andreas Stiedl, hatten wir am Ende zum Glück doch noch alle Szenen im Kasten.
Der nächste Tag begann gleich mit einer kurzen Einführung durch Volker Ondrejka in das Videoschnittprogramm „Pinnacle“. Da dieses zum Glück sehr leicht zu handhaben ist, war das ganze schlussendlich auch sehr lustig. Einige Szenen waren zwar noch ein wenig zu lang, als Herr Stiedl unser Ergebnis begutachtete, doch dies konnte schnell behoben werden.Eine Herausforderung stellte es noch dar, die richtige Hintergrundmusik für unseren Spot zu finden. Da uns keiner der Lizenzfreien Lieder so richtig zusagte, mussten wir am Schluss auf unsere Mp3-Player zurückgreifen und fanden dadurch den richtigen Soundtrack (Come on closer von Jem).
Am späten Nachmittag, als alle Filme fertig gestellt waren, schauten wir uns diese auch noch gemeinsam an und es war wirklich beeindruckend, welch kreative Idee jeder sehr gut umsetzen konnte, wenn man bedenkt, dass wir alle noch fast keine Filmerfahrung hatten.
Das Seminar „Videofilmen wie ein Profi“ hat mich wirklich beeindruckt. So viel in nur zwei Tagen zu lernen, hätte ich mir nicht gedacht. Auch das selbstständige Arbeiten, hat mir sehr gut gefallen, obwohl ohne die Unterstützung der Trainer vieles nicht möglich gewesen wäre.Meiner Meinung nach, ist die Hartlauer Akademie die perfekte Location für derartige Seminare. Nicht nur das von jedem ein guter Drehplatz gefunden wurde, auch die gastfreundliche Bewirtung von Gabi Glaser und ihrem Team, war sehr zufrieden stellend.Ich bin sehr glücklich darüber, dass das Seminar genau in diesem Jahr eingeführt wurde und nicht etwa erst ein Jahr später, denn dann hätten wir viel verpasst.